Modellprojekt 5 im Modellprogramm zur Digitalisierung bildgebender Verfahren
und Bildkommunikation der Krankenhäuser des Freistaates Sachsen
 
HL-7
„Health Level 7“ ist ein weltweiter Standard zur Kommunikation mit Patientendaten in heterogenen Informationssystemen. Pro Ereignis, wie Aufnahme, Verlegung, Entlassung etc, werden verschiedende Nachrichtentypen (ADT, ORM) durch einen HL-7 Server vom KIS gelesen und zu den angeschlossenen Subsystemen weitergeleitet.
DICOM
„Digital Imaging and Communication in Medicine“ ist ein weltweiter Standard für die Kommunikation, Verarbeitung und Speicherung von digitalisierten Röntgenbildern. Dadurch können Patientendaten zwischen unterschiedlichen Modalitäten und Informationssystemen ausgetauscht werden.
EPA
Elektronische Patientenakte, ist eine Sammlung von elektronisch gespeicherten Patientendaten in einem Informationssystem. In den beiden Krankenhäusern besteht diese Akte momentan aus Bildern und Befunden der Radiologie, Laborwerten, Arztbriefen und diversen anderen Informationen.
KIS
Krankenhausinformationssystem, ist das oberste Informationsystem einer Klinik. In diesem System wird der Patient mit einer eindeutigen Kennung (ID) versehen. Dadurch ist er in heterogenen Umgebungen identifizierbar. Diese ID kennzeichnet den Patienten. Kommt der Patient als Wiederkehrer in ein Krankenhaus wird er durch die ID erkannt und mittels HL-7 werden die Prozesse, wie das prefetching, im PACS angestoßen.
PACS
„Picture Archiving and Communication Systems“, ist das Informationsystem, welches auf Basis des DICOM-Standard die Bildkommunikation zwischen den Modalitäten, dem digitalen Archiv und den Informationssystemen ermöglicht.
Unser PACS besteht aus folgenden Komponenten: Modalitäten ( Röntgenfilmscanner, Computertomograph, Speicherfoliensystem, Angiographie) einem PACS-Server (mit der Application) dem digitalem Archiv (direkt am PACS-Server angeschlossen) und den PACS-Befundungsworkstations (hochauflösende Monitorsysteme)
RIS
Radiologie Informationssystem, ist im Krankenhaus ein Subsystem und bekommt die Daten vom Mastersystem, dem KIS. Das RIS steuert das PACS! Weder im PACS noch im RIS werden Patientendaten angelegt, weil der HL-7 Server diese Daten bereitstellt. Klickt der Radiologe auf einen Patienten im RIS öffnet sich „automatisch“ im PACS an seiner Befundungsworkstation das digitale Bild.
Autorouting
ist eine PACS-Funktionalität, dabei werden die digitalen Patientenbilder automatisch und direkt von der Modalität zu den Befundungsworkstation geschickt. Bei Notfällen steht damit das Bild sofort an der Workstation in der Notfallaufnahme zur Befundung und weiteren Diagnostik zur Verfügung.
Prefetching
ist eine PACS-Funktionalität, dabei wird bei Wiederkehrern automatisch das Archiv angefragt ob Vorbefunde bzw. –bilder existieren. Sollte dies der Fall sein, werden die Bilder aus dem Archiv direkt auf die Befundworkstations geladen. Dadurch können der Kliniker und der Radiologe entscheiden, inwieweit neue Untersuchungen notwendig sind.
Das funktioniert edv-technisch nur, wenn der Patient im KIS dieselbe ID bekommt und diese entsprechend zu den Subsystemen weitergeleitet wird.
RADWORKS
Produktname von GEMS für ein PACS mit zentralem Server und Client, die gegenseitig Bilder kommunizieren. Diese können am Client lokal gespeichert werden. Dadurch können die Clients direkt miteinander, auch ohne Server kommunizieren.
Archiv
gemeint ist ein digitales Archiv zum Abspeichern der Bilder im DICOM Standard. Wir benutzen in beiden Krankenhäusern je ein DLT Archiv (Bänder) als Langzeitarchiv. Ca. 30 Tage nach Entlassung der Patienten werden die Daten in einem schnellen Kurzzeitarchiv gehalten. Erst dann werden sie auf Band geschrieben.
WEB-Client
gemeint ist ein Standard PC mit Browsersoftware, der auf die digitale Patientenakte zugreift. Dadurch können sich unsere Ärzte von jedem PC aus die Bilder der Patienten anschauen, natürlich nur mit Zugriffsrechten.
DICOM-Viewer
ist eine Software, welche es dem Kliniker ermöglicht, ein digitales Bild im DICOM-Format zu betrachten. Der Radiologe befundet mit hochauflösenden 2K Monitorsystemen und speziellen Werkzeugen. In unserer EPA ist ein Viewer eingebaut. Der Viewer öffnet sich automatisch wenn der Arzt eines der Vorschaubilder anklickt.
 
   
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