Modellprojekt 5 im Modellprogramm zur Digitalisierung bildgebender Verfahren
und Bildkommunikation der Krankenhäuser des Freistaates Sachsen
 

MPI-Master Patient Index

Unter einem MPI versteht man eine Generierung einer eindeutigen ID in heterogenen Informationssystemen. In den beiden Krankenhäusern kommen unterschiedliche KIS-Systeme zum Einsatz. Die Zusammenführung erfolgt auf der webbasierten EPA. Nur dadurch haben die Kliniker aus beiden Häusern Zugriff auf Vorbefunde und Untersuchungen des Patienten, wenn dieser schon einmal in der jeweils anderen Klinik lag.

Folgenden Workflow konnten wir innerhalb des Projektes abbilden:

  • Die Patientendaten werden in der Datenbank des MPI-Moduls gespeichert. Dabei wird eine krankenhausübergreifende Patienten-Id , d.h. der Master Patient Index generiert und in der Datenbank entsprechende Verknüpfungen zu den Patienten-Id der jeweiligen KIS-Systeme erzeugt.

  • Wird im KIS ein Patient aufgenommen, so wird über den Kommunikationsserver eine HL7 Nachricht ADT-A28 (Patientenstammdaten anlegen) an alle Subsysteme, an die EPA und an das MPI-Modul kommuniziert. Diese Nachricht enthält die Stammdaten des Patienten (Name, Geburtsdatum, Anschrift etc), die lokale Patienten-Id und das sendende KIS. Somit ist der Patient unter der lokalen Patienten-Id in allen Systemen bekannt.

  • Das MPI-Modul exportiert eine HL7 Nachricht ADT-A31 (Stammdaten ändern) an alle Kommunikationserver und von dort aus werden diese Nachrichten an alle Subsysteme und WebMeds weitergeleitet. Diese Nachricht enthält die lokale Patienten-Id und den Master Patient Index. Durch diese Nachricht wird der Master Patient Index des Patienten allen Krankenhäusern bekannt gegeben und der Patient ist nun an allen Krankenhäusern unter dem Master Patient Index bekannt.

  • Anschließend wird überprüft, ob der Patient auf Grund einer früheren Aufnahme schon in der Datenbank des MPI-Moduls angelegt ist und nun doppelt vorliegt. Diese Überprüfung erfolgt an Hand der Übereinstimmung der Stammdaten und kann automatisch oder manuell erfolgen. Bei einer automatischen Überprüfung können die Übereinstimmungskriterien konfiguriert werden.
  • Liegt der Patient doppelt vor, so werden die Patientendaten in der Datenbank des MPI-Moduls unter einem Master Patient Index zusammengelegt. Diese Zusammenlegung der Patientendaten wird durch eine HL7 Nachricht ADT-A34 (Zusammenführung von Patientendaten) zu den angeschlossenen Systemen kommuniziert.


Integration mehrerer Krankenhäuser mittels EPA und MPI


 
   
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